Modul: Selbstbewusstsein

Hürden auf dem Weg, schwarze Löcher und Seelenblues

Es ist Mitternacht und in meinem Inneren fühlt es sich ebenfalls sehr dunkel an. Mein Herz ist schwer, und ich weiß in diesem Moment, dass mir eine Einheit an Seelenblues bevorsteht. Ich trete ans Fenster. Das Mondlicht scheint auf die Mauern des Hotels, in das ich mich zurückgezogen habe. Der innere Schmerz zieht mir langsam und beharrlich den Magen zusammen, und ich spüre den inneren Druck, den mir dies verursacht.

Ich habe während des Schreibens dieses Buches Seelenschmerzen erlebt: Ein guter Freund von mir ist verstorben. Zuvor waren wir noch auf einen gemeinsamen Kaffee. Ich mochte an ihm, dass er so wie ich gern und viel allein gereist ist. Deshalb war es sehr unkompliziert, sich miteinander an den unterschiedlichsten Orten auf dieser Welt zu verabreden. Aber als wir uns mit den Worten „Bis dann, wir sehen einander bald!“ verabschiedeten, wusste ich, dass dieses nächste angedachte Treffen nicht stattfinden wird. Das habe ich tief in meiner Seele gespürt.

Kennen Sie ebenfalls solche Momente, in denen Ihnen Ihr Innerstes, Ihre Seelenweisheit, die Wahrheit offenbart? Diese Augenblicke können sehr herausfordernd sein. Wir sind es gewohnt, vieles in unserem Leben unter Kontrolle zu haben. Eine Vielzahl an digitalen Hilfsmitteln unterstützen uns dabei, einen Großteil davon mit ein paar Befehlen zu kontrollieren. Aber wie steht es mit dem Leben an sich? Wenn das Leben uns zeigt, dass wir annehmen müssen, was ist. Wenn wir damit umgehen müssen, was es für uns bereithält: Das kann uns blockieren oder manchmal sogar verzweifeln lassen. Oder es erleichtert und befreit uns, weil Dinge ihr bereits vorausgeahntes Ende finden. Es ist dieses eigenartige Gefühl, dieses Bauchgefühl, das uns etwas aufzeigt. Diese Vorahnung, die uns im Nachhinein sagen lässt: „Hab ich’s doch gewusst!“ Das sind die Augenblicke, in denen sich unsere Seele meldet, sie gibt uns Zeichen und auch zu verstehen, dass wir Zugang zu einem unendlichen Wissen haben.

In Kontakt kommen, mit anderen und mit sich selbst

Haben Sie manchmal Angst, sich Ihren Gefühlen, Sorgen und Ängsten zu stellen? Wollen Sie in solchen Augenblicken, den sogenannten schwarzen Löchern, ausweichen und vor sich selbst zurückweichen? Man kann sich heutzutage leicht ablenken und negative Gefühle verdrängen. Aber die Wahrheit ist: Wir machen damit unsere Weiterentwicklung unmöglich und sind zugleich wegen dieses selbst hervorgerufenen Stillstandes todunglücklich. Jene, die bereits mit ihrer Seele in Kontakt gekommen sind, wissen: Es ist besser, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Nur dadurch kommen wir auf unserem Lebensweg einen Schritt weiter. Für die meisten Menschen sind solche Stunden des Schmerzes und der Traurigkeit schwer. Doch niemand von uns ist davor sicher. Egal, ob alt oder jung, dick oder dünn, reich oder arm, Mann oder Frau: Solche Seelenschmerzen schauen bei allen einmal vorbei. Haben Sie selbst Seelenschmerzen in Ihrem Leben bereits gut gemeistert? Wie sind Sie dabei vorgegangen, was hat Ihnen gutgetan? Wie haben Sie diese Situationen für sich gelöst, wie sich selbst erlöst?

Ich löse am liebsten meine Probleme auf Reisen mit mir allein. Einerseits „beschmutze ich nicht mein Nest“, also meinen Alltag und meinen heimatlichen Lebensbereich mit negativen Gefühlen. Andererseits gibt mir dies auch die Möglichkeit, meine Herausforderungen aus einer Distanz zu sehen und ich kann mich meinen Problemen in meinem natürlichen zeitlichen Rhythmus stellen. Manchmal dauert so eine Phase ein, zwei Tage lang, ein andermal fühle ich bereits nach ein paar Stunden Erleichterung. Dann weiß ich, dass ich durch die Nebelschleier meiner Seelenschmerzen hindurchgewandert bin.

Modernes Pilgern

Der moderne Pilger macht sich nicht mehr auf den Weg, um Gott um Vergebung zu bitten. Er macht sich auf den Weg, um sich selbst und seinen Weg im Leben zu finden. Auf solchen Reisewegen werden aktiv Lebenskrisen verarbeitet, Probleme überdacht, oder es wird der Ausstieg aus dem an- strengenden Alltag zelebriert. Anstelle von klassischen religiösen Motiven überwiegt bei vielen Alleinreisenden die Suche nach dem eigenen Ich und dem Weg zur geistigen Öffnung.

Seien Sie doch Ihr eigener Prophet: Seien Sie Ihr eigener Seelenführer auf dem Weg zu Ihrer inneren Weisheit! Sich auf andere und sich selbst einzulassen, ist eine wahre Königsdisziplin am Weg Ihrer Weiterentwicklung. Beschreiten Sie diesen Weg doch wahrhaft königlich mit einer krönenden Reise zu sich selbst!

Ihr ureigener Seelenplan

Unser Reise- und Lebensziel sollte es sein, unseren Seelenplan zu realisieren. Hören Sie sich selbst bereits gut zu? Denn zuhören können ist eine Kunst! Ein guter und interessierter Zuhörer zu sein ist nichts, was sich von selbst versteht. Zuhören passiert nicht passiv, es ist äußerste Aktivität. Zwei Aspekte sind dafür wichtig: Man muss gelassen sein und sich gut auf andere einlassen können.

Gelassenheit war bereits bei den weisen Griechen und klugen Römern eine hohe Tugend. Nicht nur, dass sie den Hörenden anhält, den anderen „sein zu lassen“, ihm Zeit einzuräumen und Ruhe zu gönnen, damit er ausreden kann, was er angesprochen hat. Für unsere innere Gelassenheit ist auch die Fähigkeit nötig, zeitweilig von eigenen Wünschen, Gedanken und Vorstellungen Abstand zu nehmen, zu sich selbst auf Distanz zu gehen. Jedenfalls solange wir Zuhörende sind. Zuhören heißt nämlich, ganz klar und „beim anderen“ zu sein.

3 Fragen an Sie 

Bemerken Sie es, wenn Ihre Seele zu Ihnen spricht?
Sind sich Ihrer selbst bereits bewusst?
Kennen Sie Ihre ureigenen Sehnsüchte und Wünsche?

Meditatives Schreiben zur Bewusstmachung!

Haben Sie diesen hilfreichen Bewusstwerdungsprozess des täglichen Schreibens schon einmal ausprobiert? Ich mag diese Zeit, die ich mir dafür auf meinen Reisen mit mir selbst gönne und möchte Ihnen diese Vorgehensweise gern ans Herz legen! Die Umsetzung ist leicht: Schreiben Sie mög- lichst morgens und mindestens drei Seiten. Auch die Technik ist einfach: Kaufen Sie sich einen DIN A4-Block oder ein Schreibheft und schreiben Sie auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Bitte sehen Sie das Geschriebene nicht als Tagebuch an. Diese Seiten und Zeilen sollen Ihnen vielmehr dazu dienen, sich über sich und über Ihre Lebenserfahrungen be- wusst zu werden.

Oftmals gibt es ein grundlegendes Hauptthema, es kann aber auch sein, dass Sie viele unterschiedliche Themen be- schäftigen. Manchmal rotieren sie wie Endlosschleifen in unserem Kopf. Wissenschafter haben festgestellt, dass uns 60.000 bis 80.000 Gedanken am Tag durch den Kopf gehen. Stellen Sie sich vor: Von diesen zigtausend Gedanken sind erschreckende 70 bis 80 Prozent Wiederholungen! Wollen Sie wirklich so einen großen Prozentsatz an altem Gedankengut immer wieder wiederholen? Und vor allem: Wollen Sie wirklich immer wieder bei längst gemachten Erfahrungen hängenbleiben? Viel besser ist es doch, sie konstruktiv zu verwerten und dadurch gestärkt weiter auf dem eigenen Lebensweg zu gehen.

Indem Sie die Endlosschleifen Ihrer Gedanken zu Papier bringen, werden Sie sie am besten los. Und auf diesem Weg werden Sie auch erfahren, was Sie wirklich denken. Es ist wie eine Art innerer Jakobsweg, eine Lebensbeichte in unserem Inneren. Eine Reise ohne Wanderschuhe, aber mit Papier und Stift, also eine „Gesprächstherapie“ mit sich selbst.

Schreiben ist ein intensiver Bewusstwerdungsprozess. Unsere Erfahrungen niederzuschreiben macht uns reicher. Wir können erkennen, was wir bereits erfahren haben und wie und warum uns diese Erfahrungen innerlich bereichert haben. Dieses Schreiben am Morgen ist wie ein Stoffwechselprozess, der eine Reinigung des Denkens zufolge hat. In Krisenzeiten lohnt es sich, viel zu schreiben. Nehmen Sie sich dafür am besten extra viel Zeit. Betrachten Sie Ihr Privatleben oder die Probleme, die Sie in Ihrem Berufsleben belasten, in Wort und Schrift. Oftmals wissen wir vor dem Schreiben nicht, was uns quält. Nach dem Schreiben wissen Sie es. Das Schreiben verändert etwas, es verändert den Zustand in uns. Sollten Sie das Gefühl haben, dass in Ihrem Leben etwas quer läuft, werden Sie nach dem Schreiben große Erleichterung fühlen: Denn durch das Schreiben be- gradigen Sie Ihren Weg!

Eines ist dabei wichtig: Zeigen Sie diese Seiten nieman- dem! Diese Seiten sind nur für Sie bestimmt, sie sollen auch nicht gefunden werden. Denn nur wenn wir absolut sicher sind, dass unsere Privatsphäre nicht verletzt wird, erlauben wir uns, wirklich alles aufzuschreiben. Nur dann sind wir wirklich ehrlich zu uns selbst und mit uns selbst. Seien Sie sich selbst der beste Weggefährte und lassen Sie diese Seiten zu Ihren Vertrauten werden!

Sich selbst und Ihren inneren Erfahrungsschätzen können Sie auch auf echten Wegen näher kommen: Setzen Sie sich in Bewegung! Machen Sie den ersten Schritt in ein neues Leben! Achten Sie darauf, in welche Richtung Sie losmarschieren. Aber wenn Sie Ihr Ziel im Auge haben, gehen Sie zügig los!

Vergessen Sie nicht, wer Sie sind!

Erinnern Sie sich an Ihre Stärken, und machen Sie sich auch Ihre Schwächen bewusst. Im Idealfall ergänzen sich diese in einer Beziehung mit den Eigenschaften des Partners, sodass Sie zu einem unschlagbaren Team werden. Aber: Kein Partner kann die Verantwortung dafür tragen, dass der andere zufrieden mit sich selbst ist. Dafür muss man in erster Linie selbst sorgen. Oft verschmilzt man in einer Beziehung zu einem Doppelpack, und die eigene Persönlichkeit fällt teilweise unter den Tisch. Sie müssen wissen, was Ihnen wichtig ist und versuchen, diese (Reise-)Ziele zu erreichen. Erinnern Sie sich ab und zu an Ihre Singlezeit zurück. Wie wurden Sie beispielsweise auf einer Reise von anderen wahrgenommen? Wie traten Sie vor Fremden auf? Was waren Ihre Stärken?

Ein zufriedener Mensch ist ungemein sexy! Das ist jemand, der sich seinen Leidenschaften widmet, anstatt sich selbst zu vergessen. Allein auf Reisen zu gehen hilft Ihnen, mit sich selbst eine L(i)ebe(n)spartnerschaft einzugehen und sich in einer Partnerschaft mit jemandem anderen weiterhin selbst treu zu bleiben. Am Reiseziel angelangt, sind Sie mit sich zufrieden und liebenswert: für sich selbst und dadurch auch für andere!

Seien Sie zuerst einmal sich selbst der ideale (Reise-)Partner. Und in dem Maße, wie Sie sich selbst ein idealer Partner sind, wissen Sie, wenn Sie am Ziel sind – wann Sie es erreicht haben. Die gute Nachricht: Sie können bereits in diesem Augenblick am Ziel sein. Sie müssen sich nur in Ihrem Inneren entscheiden. Fangen Sie einfach damit an, sich selbst ab jetzt dieser ideale Partner zu sein.

Sich wohltuend einlassen!

Wie steht es bei Ihnen mit dem Einlassen? In diesem Wort steckt das Tätigkeitswort „einlassen“. Wir lassen andere, im bildlichen Sinne, zu uns herein, wenn wir ihnen zuhören. Und im umgekehrten Fall, wenn wir einen guten Zuhörer gefunden haben, dann ist uns dieser nah und „bei uns“ und ist doch zugleich ein anderer.

Weichen Sie nicht vor sich selbst zurück: Stellen Sie sich den Herausforderungen des Lebens, und gehen Sie mutig weiter auf Ihrem Lebensweg. Hören Sie in einer gelassenen Stimmung auf sich selbst und Ihre innere Stimme. Denken Sie mit Freude daran: Ihr Reise- und Lebensziel ist es, Ihren Seelenplan zu verwirklichen. Stellen Sie sich selbst in den Mittelpunkt Ihrer Lebensreise!

Ihr Seelenplan

Darf ich Sie zu einem kleinen Blick auf Ihren Seelenplan einladen? Lassen Sie uns gemeinsam einen Überblick gewinnen, was in Ihnen an Sehnsüchten und Träumen schlummert. Warum Sie einiges oder gar vieles noch nicht verwirklicht haben. Und wie Sie nun doch die Gelegenheit dafür finden. Just do it!

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Ihr Audio für Tatkraft

Jeder von uns kennt das Gefühl von Erschöpfung und innerer Leere. In solchen Momenten erscheint es unmöglich, Taten zu setzen, die man schon längst in Angriff nehmen wollte. Lassen Sie uns gemeinsam neue Kraft tanken, damit Sie energiegeladen auf Ihre Sehnsüchte und Wünsche zugehen und diese verwirklichen können.Seien Sie selbst der Mittelpunkt Ihrer Lebensreise!

Audio anhören – hier klicken!

Beginnen Sie in diesem Augenblick, der ideale (Reise-) Partner zu sein. Nicht der ideale Partner für den oder die, sondern der ideale Partner. Sie werden sehr schnell merken, ob Ihnen dies gelungen ist. Sie haben einen ganz einfachen Maßstab: Seien Sie zuerst einmal sich selbst der ideale (Reise-)Partner. Und in dem Maße, wie Sie sich selbst ein idealer Partner sind, wissen Sie, wenn Sie am Ziel sind – wann Sie es erreicht haben. Die gute Nachricht: Sie können bereits in diesem Augenblick am Ziel sein. Sie müssen sich nur in Ihrem Inneren entscheiden. Fangen Sie einfach damit an, sich selbst ab jetzt dieser ideale Partner zu sein.

Sorgen Sie sich nicht um andere, auch nicht um Ihren etwaigen Partner an Ihrer Seite. Es geht in diesem Augenblick nur um Sie. Seien Sie gut zu sich, nicht nur einen Moment lang. Machen Sie sich bewusst, dass Sie sich selbst anver- traut sind. Sie sind bei sich wirklich in den besten Händen. Wenn Sie richtig im Einklang mit sich sind, wenn Sie gut zu sich sind, dann wenden Sie sich in dieser Stimmung dem Partner zu – oder auch dem möglichen zukünftigen Partner.