Modul 6: Selbstsicherheit

Die Lust und Freude an der Wahl des Reisemittels

Schmal und eng windet sich mir die Bergstraße Kurve um Kurve entgegen. Die Fahrt zwischen St. Moritz und Meran entpuppt sich als wahre Augenweide. Mein schwarzer Flitzer und ich genießen jeden Kilometer. Ohne Dach über dem Kopf singe ich laut zu alten Hits aus meiner Jugend mit. Im Mix mit Hörbüchern, die Weisheiten von sich geben. Ganz oben auf dem Bergpass, zwischen der Schweiz und Südtirol genehmige ich mir einen Stopp, genieße mit meinen letzten Franken eine Portion Rösti mit Spiegelei und sinniere über die diversen Möglichkeiten an Fortbewegungsmitteln auf dem Weg zum Ziel.

In Meran angekommen, erkläre ich einem anderen Hotelgast spontan bei einem Tratsch am Pool, warum ich für das Reisen allein gern das Auto wähle. Er ist erstaunt über meine Worte. Kurz darauf erkennt er sich selbst darin wieder: „Ich fahre sicher und zügig“, erzähle ich. „Wäre heute jemand neben mir am Beifahrersitz gesessen – egal ob Mann oder Frau –, dann wäre dies für beide nicht sehr erqui- ckend und für mich selbst nicht genussvoll gewesen. Männer sind zumeist keine sehr entspannten Beifahrer. Wäre eine Freundin an meiner Seite gewesen, hätte diese wahrschein- lich auf einen angeregten Austausch während dieser mehrstündigen Autofahrt mit mir gehofft. Beides Situationen, die mich von dem, was mir Spaß macht, abgelenkt hätten: Gas geben, bremsen, den richtigen Gang für jede Steigung finden, Distanzen einschätzen, mich souverän durch Engstellen ma- növrieren sowie ein sicheres Überholen für mich und andere gewährleisten. Was man halt alles im Leben auch so macht! Ach ja, bitte die sensationellen Ausblicke wahrnehmen, fröhlich mitsingen und das Leben genießen nicht vergessen!

Für jeden Reisetyp von uns gibt es ein oder mehrere geeignete Verkehrsmittel. Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen von uns, wie wir uns auf eine Reise machen und fortbewegen. Eines bleibt in allen Fällen gleich, denn schon Aristoteles wusste: Jede Bewegung verläuft in der Zeit und hat ein Ziel.

 

 

Auf vier Rädern die Welt erkunden

Männer haben selten ein Problem damit, ihr Reiseziel zu finden. Sie sind diesbezüglich selbstsicher. Bei meinen Gesprächen mit Frauen über das Alleinreisen meinten einige, dass sie zwar gern mit dem Auto fahren und alle Strecken rund um ihren Heimatort mit Freude zurücklegen. Doch bei der Vorstellung, allein an ein Urlaubsziel zu fahren, bekamen sie Bedenken.

Sollten auch bei Ihnen Unsicherheiten bestehen, ob Ihre Orientierung ausreicht oder sollten Sie Angst haben, dass eine Umleitung Ihre ganze Reiseplanung aus den Angeln heben könnte, so hoffe ich, diese ausräumen zu können: Die aktuellen Modelle an Navigationsgeräten sind kostengünstig in der Anschaffung und zumeist zuverlässig in ihrer Funktion. Vielleicht haben Sie sogar ein Smartphone mit einer guten Navigationssoftware. Ein Navi lässt sich übrigens auch praktisch bei Fußwegen einsetzen. Alles in allem: Sehen Sie den Weg als Ziel. Machen Sie sich nichts daraus, wenn Sie einmal für kurze Zeit orientierungslos sind, sondern sehen Sie Ihre Urlaubszeit genau als das, was sie ist – Freizeit, also Zeit, die sich frei gestalten lässt.[/text_output][gap size=“40px“][text_output]

Die Weichen sind gestellt: Reisen mit dem Zug

Viele lieben es, mit der Bahn zu reisen und wählen den Zug als häufiges Fortbewegungsmittel. Der in London lebende Journalist Dan Kieran wurde von Newsweek für diese Vorliebe sogar als „Der Meister des langsamen Reisens“ bezeichnet. Daraufhin schrieb er flugs das gleichnamige Buch „Slow Travel“, das ich für seine philosophischen Ansätze rund um das Thema Reisen äußerst schätze. Seine Flugangst brachte ihm diese große Liebe zum Reisen mit dem Zug ein. „Außerdem wird man an eine Epoche erinnert, als man noch nicht von Touristen, sondern von Reisenden sprach, als die Welt noch unendlich groß war und man seinem Ziel gemächlich entgegenrollte, die wechselnden Landschaften an sich vorbeiziehen ließ und der Strecke, die man zurücklegte eine angemessene Zeit einräumte“, schreibt auch Nicolas Barreau in seinem Roman „Du findest mich am Ende der Welt“ über das Reisen mit dem Zug.

Für all jene, die ein Buch lesen, am Laptop arbeiten oder Arbeitsmaterialien durchsehen wollen, ist diese Variante sehr praktisch. Der zumeist integrierte Speisewagen verkürzt ebenfalls die Fahrzeit und man muss sich nicht mit Staus herumschlagen. Wer mit Wartezeiten gut leben und sich auf Ziele einstellen kann, die von der Bahn angeboten werden, kommt entspannt und ausgeruht an sein Reiseziel.

„Fliegende Momente“ und Neues entdecken!

Interessanterweise haben die meisten Menschen vor Flugreisen die größten Bedenken. Eine meiner Freundinnen, die beruflich viel und sehr selbstständig weltweit unterwegs ist, äußerte im privaten Kontext dazu: „Mich beschleicht so ein großes Gefühl von Einsamkeit, wenn ich mir vorstelle, allein auf Urlaub zu fliegen und ohne Partner oder Freundin im Flugzeug zu sitzen.“

Ich sehe dies mittlerweile ganz konträr. Ich bin eine sehr unkomplizierte Flugreisende. Ich jammere nicht, wenn Verspätungen auftreten. Mir ist nicht langweilig, weil ich die diversen Flugzeiten gern als Zeit zum Lesen oder Musikhören, zum Nachdenken oder Schreiben nutze. Umgekehrt kenne ich es, wenn meine diversen Reisebegleitungen unruhig und unrund werden, sich über dies und das beschweren, einfach unleidlich werden. Das ist für mich anstrengender, als allein einen Flieger zu besteigen.

Wie geht es Ihnen persönlich in solchen „fliegenden“ Momenten oder bei der Vorstellung daran? Haben Sie schon einmal eine Flugreise allein unternommen? Wie haben Sie sie erlebt? Gibt es Hemmungen bezüglich der Entscheidung, einen Flug für sich allein zu buchen? Und wenn ja: Warum?

Vielleicht unterstützen Sie folgende Gedanken: Auf einem Flughafen sind alle auf der Reise. Man ist somit nicht allein, sondern Teil einer dynamischen Gruppe. Vor allem Geschäftsreisende sind allein unterwegs. Es ist somit nichts Außergewöhnliches, wenn Sie allein vor den Magazinständern und Reiseführern stehen, vor dem Abflug auf einen Kaffee gehen oder durch die Duty-Free-Zone schlendern. Apropos: Diese kleinen Einkaufsmeilen laden zum Zeitvertreib mit sich allein ein. Fehlende Kosmetika lassen sich ohne großen örtlichen Aufwand ergänzen, Sie können Parfums testen und an Mitbringsel für die Familie denken. Meine liebste Beschäftigung sind jedoch die Kioske mit Zeitungen und Magazinen. Nirgendwo besser als auf einem Flughafen bietet sich die Möglichkeit, ohne großen Zeitverlust internationale Lektüre zur Durchsicht und zum Kauf angeboten zu bekommen. Manchmal wird mir sogar die Zeit zu kurz, wenn ich ganz versunken schmökere und der Blick auf die Uhr das in Kürze bevorstehende Boarding ankündigt.

Viele meiner Schriftstücke und E-Mails sind auf diversen Flughäfen erstellt und geschrieben worden. Zumeist gibt es die Möglichkeit zu einem WiFi-Zugang, manchmal ist er sogar kostenlos. Wenn Ihnen mehr nach Entspannung ist, dann empfehle ich Ihnen, ein Buch zu lesen. Während des Wartens aufs Einsteigen und Abheben lässt sich eine Vielzahl von Seiten absolvieren. Wer keinen eigenen Bestseller von zuhause mitgebracht hat, wird sicherlich in den Bookshops am Airport fündig.

Mein Favorit beim Entspannen ist jedoch eine sehr simple Tätigkeit: Leute beobachten. Internationales Publikum trifft auf Charter-Reisende im Freizeitlook, eine nette Familie auf eine kichernde Gruppe von Austauschschülern, und der Businessman im grauen Anzug auf die bunt gekleidete Yogaexpertin. Flughäfen sind ein Melting Pot an Kulturen, und allein durchs Hinsehen für mich äußerst inspirierend.

Mann oder Frau: Finden Sie Ihren eigenen Lebenskompass

Meine Reisen ohne männliche Begleitung haben mein Verständnis dafür wachsen lassen, welche Rolle dem Menschen an meiner Seite von mir und anderen, etwa Hotelangestellten oder Tankwarten, zugerechnet wurde. Wenn das Zimmer nicht meinen Wünschen entspricht, gibt es kein Backup, das mir meine Reklamation abnimmt. Ist der Ton des Kellners im Restaurant nicht angemessen, gilt es selbst für mich einzustehen. Und nervt mich die Security an irgendeinem Airport auf dieser Welt, hilft kein hilfesuchender Blick in Richtung eines männlichen Reisepartners. So viel zu den vermeintlichen Nachteilen.

Der große Vorteil: Ich habe – auch und vor allem – durch diese Reisen allein gelernt, für mich selbst zu agieren. Es hat ein Reifeprozess in mir stattgefunden, der mich Tätigkeiten wie Ölstand kontrollieren, Leihautos buchen, die richtige Gewichtsverteilung beim Koffer tragen und vieles mehr erfahren ließ. Und das Einstehen für meine Bedürfnisse! Klar, deutlich und mit ruhiger Stimme. Ich habe mir von Männern rund um mich das planerische, strukturierte Denken abgeschaut, erstelle kleine Checklisten vor jeder Abreise und komme auch gern allein für mich zu einem Ergebnis, bevor ich mich verbal äußere. Man sieht nämlich selten einen Mann hysterisch gestikulieren und mit schriller Stimme schreien, um zu seinem Recht zu kommen.

Easy Rider ist eine klassische männliche Filmrolle. Wie ein einsamer Wolf fährt er auf seiner Maschine am Highway entlang. Meistens in sich gekehrt: Ein Blick, kaum ein Wort, und trotzdem ist alles gesagt. Ganz anders das Bild, das sich in vielen Wellnesshotels präsentiert: Dort tummeln sich im SPA-Bereich eine Vielzahl von munter plaudernden Ladies. Können Sie sich dieses Bild auch mit einer aufgeweckten Männerschar vorstellen?

Warum gibt es auch auf Reisen immer wieder diesen typischen „Kampf der Geschlechter“? Man liest davon, dass Ehepaare häufig nach einem gemeinsamen Urlaub die Scheidung einreichen. Die schönste Zeit des Jahres führt anscheinend oft zu einem Desaster. Dabei könnte das Wissen um die Orientierung des anderen, also dem ureigenen Kompass, viele Missverständnisse verhindern. Was ist angeboren und was erlernt? In vielen Gesellschaftsbereichen schwinden die Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Geschlechtsspezifische Schwierigkeiten und Stärken gibt es trotzdem – und genau diese machen das Zusammenleben so spannend, aber auch kompliziert.

 

Ein Unterschied der Geschlechter: unsere Orientierung

Männer orientieren sich völlig anders als Frauen. Ein Mann richtet seine Wahrnehmung linear aus, eine Frau hingegen radial. Eine Frau kann Emotionen jeden Augenblick präsent haben, ein soziales Netz in kurzer Zeit aufbauen, umsichtig sein und vom Zentrum aus den Überblick bewahren und sich vorrangig durch Sprache orientieren. Zugleich sind Frauen aber darauf bedacht, es ihrem Umfeld recht zu machen. Es gelingt ihnen manchmal schwerer, sich durchzusetzen.

Ein Mann kann durch seine lineare Ausrichtung gut sor- tieren, planen, strukturiert denken und hat gern die materielle Versorgung und Absicherung im Blick. Meistens kommt er (allein!) zu einem Ergebnis, bevor er einen Sinn darin sieht, sich verbal zu einem Thema oder Problem zu äußern. Zumeist ist ein Mann froh, wenn ihn bei seinen wichtigen Tätigkeiten zur Sicherung des Lebens die Gefühle nicht ablenken.

Da haben wir sie, die klassische Rollenverteilung, die in Zeiten der Emanzipation doch gar nicht mehr so klar gelten sollten?

Meine Coachingklienten schätzen es, dass ich zusätzlich zu meiner ureigenen weiblichen auch die männliche Orientierungsstrategie beherrsche.

Weibliche Klienten wünschen sich oftmals meine Begleitung für das Finden ihrer Ziele. Sie kommen etwa mit einem Gefühl der Unzufriedenheit zu mir. Wir tauchen in solchen Fällen gemeinsam in ihre Gefühlswelt ein und erschaffen konkrete und realistisch erreichbare Ziele sowie die dazu passenden Erfolgsstrategien.

Männer kennen ihre Ziele zumeist sehr gut und erarbeiten diese gern für sich allein. Sie ziehen mich als Beraterin ihres Vertrauens heran, um diese im Austausch abzuchecken und ihre eigene Intuition für berufliche Chancen und persönliche Entwicklungsprozesse zu erweitern. Nicht umsonst wird vielen erfolgreichen Topmanagern, die zusätzlich zu ihren wirtschaftlichen Fähigkeiten auch für ihre so- ziale Intelligenz hoch gelobt werden, ein hervorragendes Bauchgefühl attestiert. Albert Einstein beschrieb dies folgendermaßen: „Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu ver- ehren und die göttliche Gabe zu entweihen.“

Für die erfolgreiche BR-alpha-Fernsehserie „Auf den Spuren der Intuition“ wurden namhafte Wissenschafter unserer Zeit, geistige Lehrer und Wirtschaftsführer interviewt. Fazit: Intuition entsteht dann, wenn wir mit unserem Verstand an Grenzen stoßen und nicht mehr weiterwissen. Dies wird von vielen als eine faszinierende Entdeckungsreise entlang der Schnittstelle von Wissenschaft und Spiritualität empfunden.

 

 

Das Leben unterwegs: sicher ist sicher!

„Warum ich so viel reise? Weil es schwierig ist, ein bewegliches Ziel zu treffen.“ (Tennessee Williams)

„Hallo, ich wollte nur mal fragen, in welchem Land du zurzeit unterwegs bist. Ich wünsche dir einen schönen Tag!“ Die Stimme meines Vaters auf meiner Mobilbox klingt interessiert und unbesorgt. Trotzdem beschleicht mich schlechtes Gewissen.

Auf meiner Reise durch die Schweiz und Italien, auf dem Weg von Deutschland nach Österreich, habe ich einige Stationen bereits absolviert und sammle fleißig Ideen für diese Online-Begleitung. Natürlich soll darin ein Modul der Sicherheit gewidmet sein. Doch was tue ich selbst? Über eine Woche lang bin ich bereits mit dem Wagen unterwegs und habe niemandem Informationen über meine genaue Reiseroute sowie Kontaktadressen hinterlassen. Darin besteht Potential für Verbesserung, denke ich und plane, dies ab sofort zu ändern. Denn ich hatte doch schon erlebt, wie schnell sich Situationen ändern können.

Der Schmerz, den ich plötzlich vor einem Jahr spürte, war der sichere Beweis dafür. Eben noch hatte ich in einem Kino in Helsinki einen englischen Film genossen, kurz darauf humpelte beziehungsweise hüpfte ich auf einem Bein durch die Lobby. Ein Fehltritt auf den Stufen hatte mich stolpern lassen, ein umgeknickter und kurz darauf sehr geschwollener rechter Fuß war die Folge. Eine kleine Herausforderung, da ich allein von Norwegen nach Finnland gereist war und niemanden in Helsinki kannte.

Meine nächsten Handlungen zeigten mir, wie lösungsorientiert mein Denken in den vergangenen Jahren geworden war. Es hat nur eine Minute gedauert, bis ich mich bis zum Ausgang bewegt hatte. Dort gelang es mir, die Entfernung zum Hotel im Hüpfmodus als erreichbar einzuschätzen. Es dauerte zwar über eine halbe Stunde, bis ich den im Normalfall in fünf Minuten schaffbaren Weg hinter mir hatte. Aber es machte mich stolz, dies so gut über die Bühne gebracht zu haben. Im Hotel angekommen, erbat ich vom Zimmermädchen einen Eisbeutel, mit dem ich meinen geschwollenen Fuß kühlte. Nachdem mich die nette finnische Servicekraft anscheinend sympathisch fand, betreute sie mich an diesem Abend und am nächsten Tag weiter und brachte gut kühlenden Nachschub für meinen Fuß. Das war nötig. Der Fuß schmerzte immer mehr, und sogar der Weg ins Bad war mittlerweile eine anstrengende Tortur. Zwölf Stunden später war alles wieder bestens, und ich hatte die Zeit, die ich bewegungslos im Bett liegen musste, genutzt, um mir eine Checkliste zu machen. Diese darf ich Ihnen ebenfalls ans Herz legen:

1. Vor dem Antritt meiner Reisen erkundige ich mich, welche Stadtteile und Orte ich besser meiden sollte.

2.Ich nehme eine Kopie meiner wichtigsten Reise- dokumente mit und bewahre diese getrennt von den Originalunterlagen auf. Das hat mir bereits einmal geholfen, als ich kurzfristig ein zusätzliches Visum in Asien be- nötigte. Auch im Fall eines Diebstahls wären die Kopien von Vorteil.

3. Ich habe eine Liste mit allen Telefonnummern zum Sperren meiner Kreditkarten bei mir.

4. Wenn ich in einem Hotel übernachte, nutze ich den Hotelsafe. Das hört sich zwar selbstverständlich an, war es aber lange Zeit nicht für mich. Irgendwie hat mich das Einstellen des Codes immer genervt. Jetzt nutze ich diese Dinger ganz brav.

5. Besonders Handtaschen können leicht gestohlen werden. Das ist mir sogar in einem Wiener Café unter einer Touristengruppe passiert. Seither trage ich auf Reisen kleine Taschen nahe am Körper.

6.Wenn ich am Abend oder in der Nacht einen Geldautomaten benutze, vermeide ich dunkle, abgelegene Gegenden. Ich denke lieber tagsüber daran, Geld abzuheben.

7. Ich versuche, nicht wie ein typischer Tourist zu wirken und blicke lieber diskret und nicht mitten auf der Straße auf den Stadtplan.

 

Ist mit anderen wirklich sicherer als allein?

Die österreichische Fernsehjournalistin Antonia Rados war jahrelang für den ORF und danach für RTL in diversen Krisengebieten wie etwa dem Iran unterwegs. Geschehnisse wie Geiselnahmen und Bombenangriffe in ihrer nächsten Umgebung zählten zu ihren alltäglichen Arbeitsbedingungen. Bei einem Vortrag, den sie über diese außergewöhnlichen Zeiten unter extremen Bedingungen hielt, traf sie folgende Feststellung: „Es ist keinesfalls sicherer, sich in einer Gruppe zu bewegen“, so die kriegsgeprüfte Auslandskorrespondentin. Zwar fühlt man sich vordergründig geborgener, und für ihre Arbeitsbedingungen war das Zusammenbleiben des Teams notwendig. Doch in vielen Fällen und in weniger gefährlichen Ländern ist es von Vorteil, sich allein fortzubewegen. „Wer allein unterwegs ist, kann sich viel unauffälliger bewegen.“

Auf die eigene Sicherheit zu achten, kann auf diversen Reisen sehr unterschiedlich ausfallen: In der teuren Schweiz und im ebenfalls sehr kostenintensiven Norwegen sollten Sie sich die Preise auf der Speisekarte ansehen, bevor Sie eine Großbestellung abgeben. Dadurch ist Ihr Geld in Sicherheit.

Im Oman und generell im arabischen Raum sind Sie als Frau sicher und beschützt. Die Ehre der Omanis ist mir beispielsweise als für andere Männer vorbildhaft in Erinnerung. Selten habe ich mich so sicher gefühlt wie in Muskat. Dafür sind im Gegenzug bestimmte Verhaltensregeln, die für isla- mische Länder gelten, zu beachten: Im Ramadan ist etwa das Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit auch für Nichtmuslime untersagt.

Im afrikanischen Botswana bedeutete dies hingegen, auf Nashörner zu achten. Diese Reise unternahm ich zwar in einer Gruppe, schlief aber allein in einem Zelt. Nach dem Abendessen wurde jeder Gast von Bediensteten des Camps zu seiner Übernachtungsstätte gebracht. Es galt die klare Anweisung, dieses bis zum Morgen nicht mehr zu verlassen. Die „Hippos“, die es aus der freien Wildbahn immer wieder in das Xakanaxa-Camp im Okavango-Delta zog, seien gefährlich und angriffslustig, warnte man uns. Ich hielt mich an diese Anweisung. Nicht so ein Journalistenkollege: Er hatte seine Zigaretten im Gemeinschaftszelt vergessen und in der Nacht geholt. Ein Erlebnis, das er niemals vergessen wird. Zwei Nashörner nahmen bei der Rückkehr zu seinem Zelt Jagd auf ihn auf. Er schaffte es zwar sicher zurück, doch die beiden Hippos blieben die ganze Nacht nahe seinem Zelt, schnaubten ärgerlich und stießen aufgebracht immer wieder gegen den dünnen Zeltstoff. Unser Kollege kam zwar mit einem sinnbildlichen blauen Auge davon, doch es lehrte ihn, wie er morgens meinte, eines: Es kann sehr sinnvoll sein, Anweisungen von Einheimischen achtsam zu befolgen!

Bei all meinen Erlebnissen und Tipps: Bitte lassen Sie sich nicht verunsichern. Das Leben kann im Alltag ebenso unsicher sein oder auf Reisen sicherer als zuhause. Begegnen Sie Ihrem inneren Zweifler mit Gelassenheit: Seien Sie selbstsicher, sich selbst sicher, dass Sie jede – wirklich jede – Situation mit Bravour meistern werden.

 

„Sicher ist sicher“, gehen Sie sicher: Mit diesem PDF haben Sie einen schnellen Überblick, welche Medikamente Ihnen auf Ihrer Reise wohltuend helfen könnten. Natürlich soll kein Notfall Ihre Tage trüben, doch wenn doch, dann haben Sie alles dafür bzw. dagegen mit im Gepäck!

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Ihr Audio für Gelassenheit

Verspüren Sie Anspannung? Wo sitzt noch Anstrengung in Ihrem Körper? Lassen Sie uns gemeinsam eventuelle Disharmonien in Ihrem Körper aufspüren. Und Unser Ziel: Ein klarer Geist und ein behagliches Gefühl in Ihrem Körper. Alles in Ihnen soll wieder in Fluss kommen und sich einfach gut anfühlen!

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Sie haben die erfreuliche Wahl!

Verabschieden Sie Ihren inneren Zweifler: Denken Sie nicht in Problemen, sondern in Lösungen. Erleben Sie sich selbst als Sicherheitsfaktor Nummer 1 in Ihrem Leben!